Selbstbewusstsein und Verwirklichung

Wie Du negative Glaubenssätze und Verhaltensmuster loswirst

Sogenanntes Self Empowerment zu praktizieren, das heißt einfach gesagt,  an sich zu glauben, sich selbst Mut zu machen und damit selbstbewusster zu werden ist zu aller erst eines: eine Entscheidung. Und zwar keine, die ich nicht nur einmal treffen muss, sondern eine, die ich immer wieder aufs Neue treffen muss. Und das so lange, bis meine neuen Glaubenssätze zu neuem Verhalten führen. Denn es besteht ein Kreislauf in unserem Leben:

Denken => Gefühle => Handlungen =>Identität

Mein Denken beziehungsweise meine Glaubenssätze beeinflussen meine Gefühle, meine Gefühle beeinflussen dann meine Handlungen und meine Handlungen beeinflussen wiederum mein Denken über mich selbst, also meine Identität. Das heißt, wer ich glaube zu sein und was ich glaube, was ich kann oder nicht kann. Wo setze ich nun in diesem Kreislauf an, damit ich glücklicher und zufriedener mit mir und meinem Leben bin? Am wichtigsten sind immer unsere Gefühle. Denn dafür leben wir. Wir wollen am Ende des Tages nur eines: glücklich sein. Gefühle kann man aber nicht einfach so verändern, schon gar nicht erzwingen. Was ich aber ändern kann, ist mein Denken und meine Handlungen und daraus entstehen dann automatisch auch schönere Gefühle. Wie komme ich nun aus diesem Teufelskreis aus negativen Gedanken und Gefühlen wieder heraus?

1. Die jetzige Situation annehmen

Als erstes gilt es, die Situation erst einmal genauso anzunehmen, wie sie ist. Ich nehme also zunächst einmal wahr, dass ich mir mit meinem jetzigen negativen Denken und meinen daraus resultierenden negativen Verhaltensmustern selbst Leid zufüge. Dass ich mit mir selbst sozusagen „im Krieg“ stehe und einen permanenten inneren Kampf austrage. Und dann ganz wichtig: Sich nicht dafür verurteilen! Sondern sich nur darüber bewusst zu werden, dass ich negative Glaubenssätze habe.  Und dass ich mit diesen nicht weiterleben kann und will. Der spirituelle Lehrer Eckhart Tolle hat es in seinem Buch „Jetzt die Kraft der Gegenwart“ sehr treffend auf den Punkt gebracht. Bevor er „erleuchtet“ wurde, stellte er fest: „Ich kann mit mir selbst so nicht mehr weiter leben“. Aus diesem Satz kam Tolle dann die Erkenntnis, dass es ja sozusagen nicht nur ein „Ich“ geben muss, sondern zwei „Ich“. ICH (1) kann mit MIR (2) nicht leben. Und hier ist eigentlich der erste Schritt zur Erkenntnis. Wer ist nun das „Ich“ und wer ist das „Mir“?

2. Die Stimme im Kopf bin nicht ich

Wir könnten es folgendermaßen übersetzen: Ich (mein wahres Selbst) kann mit mir (meinem Ego, meinem Denken) nicht leben. Und hier können wir uns bewusst entscheiden, mit dem negativen Denken aufzuhören und uns für unsere Zukunft nur eines vorzunehmen, nämlich den folgenden Satz:

Ich entscheide mich ab heute bewusst dafür, mir selbst kein Leid mehr zuzufügen!

Das heißt also, ab sofort alle negativen Glaubenssätze, die ich über mich denke nicht mehr zu glauben und sie damit nach und nach aufzulösen. Sich ganz bewusst dafür entscheiden, dass man diesem sinnlosen Geplapper des Egos keine Beachtung mehr schenken will. Denn diese negativen Gedankenmuster laufen mittlerweile bei fast jedem von uns automatisch, d.h. ohne jeden Sinn und Zweck ab. Ich kann sie wahrnehmen und bemerken (das heißt ich bekämpfe sie nicht, sonst drängen sie sich noch mehr auf!) und mich dann aber ganz bewusst dafür entscheiden, den Gedanken nicht weiter nachzugehen.

3. Positive Affirmationen und Jin Shin Jyutsu

Nachdem ich mich dazu entschieden habe, meinen alten negativen Gedanken nicht mehr zu glauben, kann ich neue, positivere Glaubenssätze entwickeln. Eine gute Methode selbstbewusster zu werden und wieder mehr in meine innere Kraft und Mitte zu kommen, ist zum Beispiel die Kombination von positiven Affirmationen und dem Jin Shin Jyutsu.  

Jin Shin Jyutsu ist eine Selbstheilungsmethode, deren Grundgedanke es ist, dass Energie durch unseren Körper fließt. Wenn dieser Energiefluss gestört ist, können Krankheiten und Blockaden entstehen. Wenn wir unsere Finger auf bestimmte Körperpunkte auflegen, lassen sich Blockaden lösen und somit unsere Selbstheilungskräfte aktivieren. So können wir mehr Ausgeglichenheit in das Energiesystem unseres Körpers bringen. Jin Shin Jyutsu  arbeitet mit sechsundzwanzig „Energieschlössern“ auf jeder Körperseite. Werden nun eine oder mehrere dieser Bahnen blockiert, wird der Energiefluss in der betreffenden Zone unterbrochen. Dadurch kommt das gesamte Energieströmungsmuster aus dem Konzept. Bestimmte Kombinationen der Energieschlösser mit unseren Fingern zu halten, kann uns seelisch, körperlich und geistig wieder ins Gleichgewicht bringen. Jin Shin Jyutsu basiert also wesentlich auf dem Berühren, dem sogenannten „Strömen“ von 26 Energiezentren am Körper mit den Händen. Auch das bewusste Atmen spielt dabei eine Rolle.

Das Strömen der Finger

Für den Einstieg in das Jin Shin Jyutsu ist das Strömen der Finger eine gute Übung. Die Jin Shin Jyutsu Philosophie geht davon aus, dass fünf Einstellungen den Energiefluss reduzieren beziehungsweise blockieren: Sorge, Angst, Wut, Kummer und Verstellung. Um die Finger zu strömen umschließen wir ganz einfach mit der einen Hand den jeweiligen Finger der anderen Hand. Man sollte mindestens drei Minuten lang strömen, bei akuten und chronischen Beschwerden kann man mehrmals täglich etwa 15 Minuten bis 1 Stunde strömen.

  • Daumen: Der Daumen steht für die Magen-Milz-Energie = Sorge. Passende Affirmation: „Ich lasse meine Sorgen gehen und bin ganz im Hier und jetzt!“
  • Zeigefinger: Der Zeigefinger steht für die Blasen-Nieren-Energie = Angst. Passende Affirmation: „Ich bin sicher und beschützt, mir kann nichts passieren!“
  • Mittelfinger: Der Mittelfinger steht für die Leber-Gallen-Energie = Wut. Passende Affirmation: „Ich bin ganz ruhig. Ich lasse meine Wut und meinen Ärger los!“
  • Ringfinger: Der Ringfinger steht für die Lungen-Dickdarm-Energie = Kummer + Trauer. Passende Affirmation: „Mein Körper und meine Seele heilt. Ich bin glücklich und zufrieden!“
  • Kleiner Finger: Der kleine Finger steht für die Herz-Dünndarm-Energie = Verstellung. Passende Affirmation: „Ich achte auf meine Wünsche und Bedürfnisse. Ich tue das, was mein Herz mir sagt!“

Natürlich ersetzt das Jin Shin Jyutsu niemals einen Arztbesuch. Bei starken und/oder anhaltenden Schmerzen und Beschwerden sollte natürlich immer ein Arzt aufgesucht werden.

4. Mit neuer Kraft ins Handeln kommen

Jetzt geht es darum, mit unseren neuen Glaubenssätzen auch ins Handeln zu kommen. Denn Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit entstehen vor allem durch unser Tun. Wenn wir etwas geschafft haben, das wir uns vorher nicht zugetraut hätten und unsere Angst überwunden haben, gibt uns das ein gutes Gefühl. Dafür müssen wir aber unsere Komfort-Zone verlassen. Dass uns das zunächst Unbehagen bereitet ist ganz normal. Aber wir können uns dafür entscheiden, dass wir das Unbehagen durch unser negatives Denken nicht noch weiter verschlimmern wollen. Wir sollten uns deshalb vielmehr fragen, wie wir das „schlechte“ Gefühl abschwächen können? Dabei helfen uns wiederum unsere neuen Glaubenssätze, die wir zum Beispeil unterstützend durch Jin Shin Jyutsu in uns verankert haben.

Freue mich wie immer auch über Besuche bei Instagram, Facebook und Twitter.

Dieser Blog soll nur eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen und ersetzt natürlich keine professionelle psychologische Beratung oder einen Arztbesuch. 

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Ein Kommentar zu „Wie Du negative Glaubenssätze und Verhaltensmuster loswirst

  1. Hallo, dein Beitrag gefällt mir sehr gut – gute Ansätze! Was ich auch wichtig finde, ist sich überhaupt einmal bewusst zu werden, was man/frau so den ganzen Tag über denkt, denn meistens läuft das ja ohne unsere bewusste Wahrnehmung ab. Das war bei mir persönlich der 1. Schritt in Richtung positiver denken & leben. Ganz ehrlich, es ist nicht immer leicht positiv zu sein, da wir so auf das Negative konditioniert wurden und wenn man dann noch Zeitungen, Nachrichten, Filme, Serien usw. konsumiert, dann ist das Negative die tägliche Kost.
    Ich sag nicht, dass es immer einfach ist, aber es lohnt sich definitiv ❤
    Alles Liebe, Nicole

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