Selbstbewusstsein und Verwirklichung

Warum positive Psychologie und positives Denken so wirksam ist

Wie bedeutsam eine positive Sicht auf die Dinge ist, wissen wir spätestens seit wir das erste mal den klassischen Vergleich mit dem Glas, das wir als halb voll oder halb leer ansehen können, gehört haben. Was hat es jedoch mit dem Begriff der Positiven Psychologie auf sich und wie können wir sie für unser Leben nutzen.

Positive Psychologie als Begriff wurde 1954 von dem US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow eingeführt. In den 1990er Jahren wurde sie von dem US-amerikanischen Psychologen Martin Seligman wieder aufgegriffen. Die Positive Psychologie befasst sich mit den positiven Aspekten des Lebens zum Beispiel Optimismus, Vertrauen und Verzeihen. Die Positive Psychologie wendet sich dessen zu, was den Menschen im Allgemeinen stark macht und sein Leben glücklicher und lebenswerter macht. Sie beschäftigt sich mit den Bereichen der positiven Gefühle.

Diese positiven Gefühle haben meiner Meinung nach einen enormen Einfluss auf unser Leben. Das haben bereits viele Menschen für sich entdeckt und deshalb schwirren Worte wie Mindfulness und Self Empowerment vermehrt durch das Internet. Leider konzentrieren wir uns heutzutage aber trotzdem immer mehr auf die negativen Aspekte des Lebens. Denn wir kennen sie alle, unsere persönlichen Horror „Was wäre wenns“. Warum kennen wir solche Fragen im Negativen so viel besser als im Positiven? Warum stellen wir uns nicht öfter positive „Was wäre wenn-Szenarien“ vor? Was wäre wenn ich meine Ängste besiegen bzw. Frieden mit ihnen machen würde? Was wäre wenn ich den Job finden würde, in dem ich zu 100% aufgehe? Was wäre wenn ich ein glückliches Leben haben würde und mit 99 zufrieden einschlafen würde? Was wäre wenn alle meine Träume in Erfüllung gehen würden? Was wäre wenn ich mich in Zukunft nur noch auf die positiven statt die negativen Dinge konzentrieren würde? Solche „Was wäre wenns“ ins Positive umzukehren hat eine ungeheure Kraft. Wenn wir uns positive Dinge vorstellen, schüttet unser Körper Glückshormone aus und wir bekommen automatisch gute Laune.

Auch die negativen Erfahrungen positiv sehen

Meistens leiden wir nur aus einem Grund: um etwas zu lernen. Denn großer Leidensdruck ist der wichtigste Grund, der uns zur Veränderung bewegt. Denn in jedem Menschen steckt etwas sehr Mächtiges: der Selbsterhaltungstrieb! Wir leiden an einem kleinen Selbstwertgefühl, um zu lernen, dass wir unseren Körper respektieren müssen und ihn mit gesunder Nahrung und Sport versorgen sollten. Wir leiden an schlechten Jobs, um die Energie und den Mut zu haben, uns eine Aufgabe zu suchen, dass uns wirklich begeistert. Wir leiden an Ängsten, damit wir zu mehr Mut und Stärke gelangen und an ihnen wachsen können. Wir können aus all unseren schlechten Erfahrungen lernen und daraus einen großen Wert für uns selbst und andere ziehen. Ich finde an dieser Stelle das Bild von einer großen Kugel, die wir einen Berg hinaufschieben sehr passend: Erst ist es wahnsinnig schwer, die Kugel bergauf vor uns herzuschieben. Wir brauchen sehr sehr viel Kraft, um diese Kugel nach oben zu befördern. Wenn wir jedoch oben angekommen sind, rollt die Kugel von ganz alleine auf der anderen Seite hinunter.

Dreh es herum!

Wir alle haben negative Überzeugungen über uns und unsere Welt. Dabei ist die Welt und wir selbst nur genauso gut oder schlecht, wie wir sie sehen (wollen). Probiert doch einmal all Eure negativen Gedanken, die Euch in den Sinn kommen umzudrehen. Das heißt, immer wenn ein negativer Gedanke kommt, sich bewusst genau das Gegenteil zu denken. Denn der positive Gedanke ist genauso wahr, wie der negative. Es ist alles immer eine Frage der Perspektive. Denn Ihr könnt alles das sein, was Ihr sein wollt. Das könnten zum Beispiel negative Gedanken sein wie:

Ich schaffe es nicht – Ich schaffe das!

Ich bin schwach – Ich bin stark!

Ich bin dumm – Ich bin intelligent!

Ich bin ängstlich – Ich bin mutig!

Ich bin ein Versager – Ich bin erfolgreich!

Wenn die negativen Gedanken sehr hartnäckig sind und einfach nicht verschwinden wollen, kann es hilfreich sein, sich vorzustellen, wie wir ein Fenster öffnen, den Gedanken hinauswerfen und das Fenster wieder schließen.

Es passiert nämlich etwas ganz entscheidendes, wenn wir uns bewusst auf die positiven Aspekte unseres Lebens konzentrieren: Wir kommen in eine Art Flow und die positiven Dinge in unserem Leben werden immer mehr und mehr. Glück zieht meistens noch mehr Glück an. Der Dankbare bekommt immer noch mehr, für das er dankbar sein kann. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind und nicht die Glücklichen, die dankbar sind. Das heißt Dankbarkeit kommt zuerst. Statt uns permanent die Frage zu stellen, was falsch läuft, können wir uns auch mal fragen, was alles richtig läuft!

Deine Ängste sind deine Freunde

Sehe Deine Probleme und Ängste nicht als Deine Feinde, sondern als Deine Freunde, die Dir etwas mitteilen wollen. Es gibt einen Grund, warum sie da sind. Sie sind nicht gegen Dich, sondern immer für Dich. Denn alles, was Dein Körper produziert hat am Ende immer eine positive Absicht. Nehmt die Gefühle und die Angst so an, wie sie sind, ohne Euch hineinzusteigern und Euch dafür zu verurteilen. Denn verurteilen bringt Euch auf Eurem Weg keinen Schritt weiter. Wenn Ihr die Angst jedoch da sein lasst, weil sie eine Berechtigung hat, könnt Ihr die Angst somit durchleben und überwinden. Lasst die Gefühle zu, aber verliert Euch nicht in Ihnen. Was die Angst erst „schlimm“ macht, sind unsere Gedanken und unsere Bewertung des Gefühls. Doch diese Gedanken und die daraus neu entstehenden Gefühle haben eigentlich nichts mehr mit dem anfänglichen einfachen Angstgefühl zu tun. Wenn wir es schaffen die Bewertung aus allem herauszunehmen und nur wahrzunehmen, dann wird unser Leben sich schlagartig ändern.

Und jetzt: Geht raus in die Welt und konzentriert Euch auf die positiven Dinge: Seid mutig, seid kreativ, lest inspirierende Bücher und lernt Neues! Nichts im Leben passiert umsonst und ohne Grund! Und solltest Du Dich jemals gefragt haben, welchen Sinn Dein Leben hat: Es hat genauso viel Sinn, wie Du ihm zu geben bereit bist!

Wie man mit 5 einfachen Übungen leichte Melancholie loswird und sich in eine bessere Stimmung versetzt, lest Ihr auf meinem anderen Blog Happy Dings. Freue mich auch dort über jeden Besucher.

Wem das jetzt alles zu positiv war 🙂 – es soll natürlich dabei nicht darum gehen, negative Gefühle zu verdrängen, denn jedes Gefühl will eigentlich nur eines: gefühlt werden. Aber darum geht es dann im nächsten Blogbeitrag.

Freue mich wie immer auch über Besuche bei Instagram, Facebook und Twitter.

Dieser Blog soll nur eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen und ersetzt natürlich keine professionelle psychologische Beratung.

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2 Kommentare zu „Warum positive Psychologie und positives Denken so wirksam ist

  1. Liebe Christina, viele spannende und hilfreiche Gedanken die du da zusammengefasst hast. Hilfreich für uns selbst und jeden Menschen der es für sich zu nutzen weiß.
    Es gibt im Fernesehen eine Werbung für Schmerzmittel, in der empfohlen wird alles was einem nicht gefällt aus dem Fenster zu schmeißen und das Fenster dann zu schließen. Es wird empfohlen das Schmerzmittel zu nehmen und alles Andere auszusperren. Welch eine Schande auf diese Weise Menschen zu einem Verhalten zu bewegen mit Empfindungen umzugehen.
    Ich denke im Gefangensein von Gefühlen und Gedanken, egal ob Ängste, Wut, Ärger, Zorn, Begeisterung, Freude, ist es gut sich nicht daran zu klammern oder festzuhalten. Doch alles was wir wegschmeißen oder verdrängen kommt solange wieder bis wir verstanden haben was unsere Gefühl uns zu sagen oder zu zeigen haben. So ist dann, wenn wir uns geerdet haben, unbefangenen sind, ein guter Zeitpunkt um unser Gefühl nocheinmal zu uns durchdringen lassen, die Knoten aufzulösen, die Ursache und Grund dafür gewesen sind.
    herzliche Grüße
    tukan

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