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Du musst… NICHTS!

Es ist wichtig, dass Du Dich von Zeit zu Zeit mal daran erinnerst: Du musst nichts schaffen, nichts leisten, nichts erreichen, nichts beweisen. Du musst nicht immer funktionieren. Nicht für Dich selbst und schon gar nicht für die anderen. Du musst keinen gut bezahlten Job haben, Du musst nicht heiraten, keine Kinder kriegen, kein Haus bauen. Du musst nicht drei mal im Jahr in den Urlaub fahren. Du musst keine fernen Länder sehen, Dich nicht ständig selbst finden und Dich nicht immer weiter entwickeln. Du musst nicht besonders eloquent, gebildet und kultiviert sein. Du musst auch nicht besonders schön und schlank sein. Du musst – NICHTS! Wie unendlich befreiend.

Du musst keine großen Ziele haben, Du musst nicht einmal irgendein Ziel haben. Du musst nicht für irgendetwas leben – denn es reicht, dass Du überhaupt lebst! Denn das ist schon viel mehr als die meisten von sich behaupten können. Sich einfach mal trauen glücklich zu sein, OHNE was besonderes erreicht zu haben. Zu Dir selbst zurückkehren und nach Deinen Vorstellungen leben, ohne das zu tun, was die anderen von Dir erwarten.

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Wie finde ich aber dorthin zurück? Indem wir wieder das Urvertrauen entwickeln, das jeder Mensch hat, wenn er geboren wird und dass die meistens von uns im Laufe Ihres Lebens und im Zuge von zahlreichen schlechten Erfahrungen verloren haben. Urvertrauen lässt sich zum Bespiel durch Meditation und Achtsamkeit stärken. Achtsamkeit heißt vor allem, sich des gegenwärtigen Momentes bewusst zu werden, ganz im Hier und Jetzt zu sein, ohne Ablenkung. Ja zum Leben sagen, das Leben so, wie es ist, annehmen und die Kontrolle abgeben. Denn nur im Loslassen und Annehmen liegt das wahre Glück.

„Das Glück liegt da, wo wir es am wenigsten erwarten, nämlich im simplen Sein. Es ist die Leere, die vollends glücklich macht!“ – Hape Kerkeling

Um vollends loslassen zu können, brauchen wir eine gehörige Portion Gelassenheit. Diese zu entwickeln und sich vor allem zu bewahren ist oft gar nicht so einfach. Wie man zu mehr Gelassenheit finden kann, habe ich zum Beispiel in meinen Blogbeiträgen „Die Kraft der Gegenwart“ und „5 Tipps, um Angst und Stress abzubauen“ beschrieben.

You’ve got nothing to prove, if you know who you are.

Wenn du weißt, wer Du in der Tiefe Deines Herzens bist, musst Du Dich niemandem beweisen. Nicht den anderen und vor allem nicht dir selbst. Und eigentlich wissen wir alle, wer wir sind und was wir wollen und was wir nicht wollen. Wir müssen uns nur trauen, uns diese Frage einmal ehrlich zu stellen und dann auch Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen zu tragen.

Der Poetry Slammer Khaleb Erdmann hat zum Thema „Müssen“ einen wundervollen Text geschrieben, den ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten will:

Apropos wollen. Wer sich mehr den schönen Dinge des Lebens widmen möchte, darf mich gerne auf meinem anderen Blog www.happydings.net besuchen.  Dort blogge ich regelmäßig zu den Themen selbst machen, selbst entdecken und selbst finden.

Freue mich wie immer auch über Besuche bei Instagram, Facebook und Twitter.

Dieser Blog soll nur eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen und ersetzt natürlich keine professionelle psychologische Beratung.

 

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19 Kommentare zu „Du musst… NICHTS!

  1. liebe Christina, schöne Gedanken die du da als Alternative zum Erreichen von Zielen oder müssen müssen hier beschreibst. Da gerade das Loslassen eines der ganz großen Herausforderungen für uns Menschen ist, denke ich das das nicht festhalten, ganz konkret alter Gedanken in immer wieder neuen Kleidern, uns hindert Lebendigkeit zu leben. Wir versuchen durch deren Interpretation und Wertung, dann immer wieder vergeblich zu lösen, was durch festhalten von Gedanken und sich damit im Kreise zu drehen, nicht lösbar ist. Wir müssen somit auch keine Gedanken loslassen, sondern alle willkommen heißen und wieder ziehen lassen, um so Raum für Lebendigkeit und Neues erst entstehen zu lassen. herzliche Grüße, tukan

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    1. Liebe Sandra. Vielen Dank für deinen Kommentar! Auch ich habe Erfahrung mit Burnout und kann Dich deshalb sehr gut verstehen. Dorthin zu kommen ist aber leider ein langer Weg. Vor allem, weil man denkt bei einem selbst liegt das Problem weil man zu schwach ist und sein Leben nicht schafft, zu viel Angst hat etc. Dabei liegt die Lösung so nah. Trotzdem erkennt man es leider nicht von heute auf morgen, es braucht seine Zeit! Geht es dir mittlerweile besser? LG Christina

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      1. Liebe Christina, ja, das stimmt! Mir geht es viel besser, danke, aber für mich ist das ein langer Prozess, in dem ich noch immer stecke und der mittlerweile schon ein Jahr dauert. Ich nehme mir diese Zeit aber gerne, weil ich nicht sofort wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen möchte. LG

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  2. Jetzt mal Butter bei die Fische: Den Spruch „Du musst nichts“ höre ich nur von Selbstständigen und Beamten. Angestellte sagen sowas nicht. Ist auch kompletter Unsinnn. Als mein Chef letztens was von mir wollte, habe ich gesagt „Ich muss gar nichts.“ Das fand der überhaupt nicht witzig. So viel dazu. Viele Grüsse in den Elfenbeinturm.

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    1. Du musst dort nicht arbeiten. Vermutlich hast Du Dich dazu entschieden, weil du dafür (gut) bezahlt wirst. Das ist eine Entscheidung von Dir. Du kannst auch kündigen und Dir einen Job suchen, den Du gerne tust. Oder eben nicht. Das ist aber kein Zwang und kein Müssen, sondern eine Entscheidung, die Du getroffen hast.

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      1. Es geht nicht um irgendeinen Job, sondern um die Denkfalle, in die du deine Leser tappen lässt: Nicht alle können Rockstars sein, denn dann wäre niemand übrig, der die Konzerte besucht, die sie zu Stars machen. Erfolgsratgeber werden halt nur von den zwangsläufig wenigen Erfolgreichen geschrieben (oder von Blendern), nicht von den vielen Gescheiterten (Stichwort Survivorship Bias). Ganz abgesehen davon gibt es etwas, das auch du tun *musst*, ob du willst oder nicht: die Raumzeit krümmen. Ah, gravity, thou art a heartless bitch!

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      2. Es soll ja auch Leute geben, die lieber Konzerte besuchen als Rockstars zu sein. Abgesehen davon, muss man nicht erfolgreich sein, um zufrieden zu sein. Glaube sogar, dass die meisten Rockstars nicht glücklicher sind als die „Normalos“. Erfolg ist so gesehen immer sehr sehr subjektiv und eine Frage des Blickwinkels. Aber es ist natürlich jedem selbst überlassen aus bestimmten Texten die für ihn stimmigen Teile mitzunehmen und andere zu kritisieren und abzulehnen. Es gibt ja nicht nur eine ultimative Wahrheit, die für alle gleich ist.

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